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Panama in ist Paul


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Chiriqui

Da bin ich wieder zurück aus Chiriqui, wollte ich schreiben, aber stattdessen komme ich um halb 11 Uhr nachts vom Autos putzen wieder.

Nur mal so, wir sind gerade über acht Stunden im Auto unterwegs, durch halb Panama gefahren und jetzt müssen wir so dekadent sein und das Auto, welches ein kleine Staubschicht hat, blitze-blank-putzen? Ich werde es nie verstehen, wieso es unmöglich ist mit einem leicht dreckigen Auto zur Arbeit zu fahren, zumal das Auto völlig unwichtig für deren Arbeit ist.

Mein Gastvater und ich sind dann um 9.30 Uhr in der Dunkelheit am Felgen, Karosserie und Boden-Matten putzen.

Eingangs meinte er schon, dass er ja so müde ist und ich dachte mir nur, wieso machen wir dann nicht einfach nur einen schnell- Waschgang. Nein, die Autos müssen strahlen, von innen und von außen.

Ich also gerade am Felgen polieren, mal überlegt, wat schreibste diese Woche?


Kurz zur Arbeit, wir haben die blödeste praktikanten-drecks-Arbeit zu tun. Langweilig, unwichtig aber trotzdem muss es gemacht werden. Es ist immer das Gleiche und geht uns beiden tierisch auf die Nerven. Was solls, in 7 Wochen stehe ich wieder in meinem geliebten Berlin, ob die Arbeit gemacht ist oder nicht, brauch mich dann nicht mehr zu interessieren. (Hoffentlich liest das kein zukünftiger Arbeitgeber )


Ich kann nun mit Stolz behaupten, dass ich jede Provinz in Panama kennen gelernt habe plus Nachbarländer. Die Provinzen sind Darien (ist für Touristen gesperrt, ich war mit meiner Familie trotzdem da), Kuna Yala, Panama, Colon, Cocle, Herrera, Los Santos, Veraguas, Chiriqui und Bocas del Toro. Wer auf Himmelsrichtungen steht, das war von Osten nach Westen. Im Osten grenzt Kolumbien, welches ich auf meiner Kreuzfahrt besucht habe und im Westen heißt der Nachbar Costa Rica, dort war ich vor ca. einem Monat.


Am Freitag bin ich mit meinen Gasteltern und einer Freundin von ihnen nach Chiriqui gefahren. Chiriqui grenzt an Costa Rica und die Fahrt dort hin dauert dem entsprechend lange.

Mein Vater kommt aus einem kleinen Dorf nahe der Grenze. Wir haben also seine Eltern und unzählige Verwandte besucht. Sind noch mal zur Grenze gefahren, waren in CR kurz was einkaufen und haben „window shopping“ betrieben, nur ohne windows und ohne shopping, gucken, aber nichts kaufen, da in Panama sowieso alles billiger ist.

Wir sind dann durch viele Dörfer, in die Provinz-Hauptstadt, David und an andere schöne Ort gefahren. Ich habe also viel gesehen, leider hat es fast die ganze Zeit geregnet, schön war es trotzdem. Die Natur ist durch die vielen Berge und Vulkane sehr beeindruckend und es gibt viele Flüsse und Wälder.


Es war herrlich, meine Gasteltern mal entspannt zu sehen. Sie haben sich gegenseitig geneckt und Scherze gemacht. Sonst sind sie beide immer sehr ernst. Aber an diesem Wochenende war alles lockerer, wir waren in schönen Restaurants essen, was sonst eigentlich aus Kosten-Gründen nicht gemacht wird. Ich habe mich echt wohl gefühlt und deswegen nehme ich so Sachen wir nachts Autos waschen, auch wenn es mir total gegen die Strich geht, hin. Weil die Familie mir einfach ihre Türen so weit auf gemacht hat und mich so auf nimmt wie ich bin, das kann ich nicht zurück weisen, indem ich so Kleinigkeiten vreweigere.


Mir ist aufgefallen, dass ich in den letzten neun Monaten so oft zum Essen eingeladen wurde wie noch nie. In Guatemala wurde ich durchgehend zu allem eingeladen, in Costa Rica auch und in Panama kommt es gelegentlich vor.


Die Leute lassen mich schon bei sich schlafen, versorgen mich mit Essen, Reisen, allem und dann wollen sie nicht, dass ich wenigstens einen Teil der Rechnung übernehme.

Wahrscheinlich so ein lateinamerikanisches Ding, wenn mir das in drei Ländern passiert.

So langsam geht es dem Ende zu. Die Zeit rast nicht mehr so schnell wie am Anfang. Die Dinge haben sich normalisiert und genau wie vor 11 Monaten wartet man auf den Abflug. Der Unterschied ist, dass ich vor 11 Monaten keine Ahnung hatte, was einen erwartet und jetzt ist wie nach hause kommen, dort wo man alles kennt. Dort, wo eine Sprache gesprochen wird, bei der man nicht groß überlegen muss...


Ich habe gerade in der letzten Woche gemerkt, dass ich Panama und meine Familie hier echt vermissen werde, trotz alledem will ich auch wieder zurück nach Deutschland, aber es wird mich auf jeden Fall noch mal hier her ziehen.


Ein paar Fotos habe ich gemacht:


https://picasaweb.google.com/paul21291/Chiriqui?authkey=Gv1sRgCIr9lKDn0uyBCQ#


Buenas noches y hasta pronto!

6.6.11 06:35
 



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