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Panama in ist Paul


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Noch vier Monate!

Sieben Monate sind um, oder auch „es fehlen noch vier Monate“.


Es ist Zeit für ein kleines Fazit:


Hmm, wo fange ich an?


Ich liebe meine Gastfamilie, die sind alle echt super. Es ist immer alles sauber, es gibt immer einen vollen Kühlschrank, abwechslungsreiches Essen und im Großen und Ganzen komme ich mit allen sehr gut aus.

Da ist nur eine Sache, die mich stört und das ist die Dekadenz oder Spießigkeit, die vor allem von meiner Gastmutter aus geht. Ich meine, ich bin ja kein unordentlicher Mensch, aber mein Zimmer ist für meine Mutter nie, nie, niemals gut auf geräumt. Es ist doch „mein“ Zimmer und da muss ich mich doch wohl fühlen und nicht sie.

Des Weiterem, da war letztens so ein kleiner Fleck Vogelkacke auf dem Auto und ich wurde kurzer Hand damit beauftragt die Karre zu putzen, danke! Es sind Kleinigkeit, wie drei Tischdecken, fünf Boden-Matten im Auto oder das meine Familie bergeweise Klamotten zum Bügeln bringt, die mich auf regen und die ich nicht verstehe. Fragen tue ich mich dann immer: „warum?“

Warum muss das Auto immer super sauber sein?

Warum laufen hier alle nur mit perfekt gebügelten Klamotten um her?

Wieso ist es sooo wichtig was der Nachbar, Arbeitskollege, Freund oder Unbekannter von mir denkt?

Die Zeit und die Kraft, die sie mit dekadent sein verschwenden, könnten sie viel besser nutzen, um mal zu entspannen, ihr schönes Land kennen zu lernen oder mal Sport zu machen.

Also, es stört mich eigentlich nur die Dekadenz, die mich innerlich immer wieder zum Kopfschütteln bringt.


Spanisch!

In dem letzten Monat hatte ich ein wenig das Gefühl, dass ich wieder nicht weiter voran komme mit meinen Kenntnissen, mir hat ganz einfach die Bestätigung gefehlt und deswegen habe ich beschlossen, die Herausforderung zu suchen, um mir mein Können zu beweisen. Hat auch ganz gut geklappt, hatte viele Gespräche mit vielen unterschiedlichen Leuten, auf diversen Parties oder auch im Büro von AFS.

Ich habe mal eine Metapher erfunden, um zu verdeutlichen, wie gut oder schlecht ich voran komme.

Es ist wie Fahrrad fahren, meine Kenntnisse sind quasi Etappen. Jedes Mal wenn ich Deutsch oder Englisch rede, dann steige ich vom Fahrrad ab und schiebe nicht, sondern bleibe stehen. Mit der Zeit lernt man das immer schnellere Anfahren, aber nichts desto trotz, wirft ein dieses „Auf- und Absteigen“ immer zurück, auf dem Weg zur nächsten Etappe. Da hilft dann auch nicht viel „Trockenübung“, das Wichtige ist auf dem Fahrrad zu bleiben, weil dann fährt man sogar, irgendwann auch im Schlaf, weiter.


Klar soweit?


Sehr schön...


Ich habe nun eine Woche Urlaub, jehu! Die Zeit werde ich auf „hoher See“ verbringen. Auf geht’s nach Kolumbien und Venezuela, acht Tage all inclusiv Karibik pur, Geld ade!


24° C fühlen sich für mich recht frisch an, ihr in Deutschland würdet euch wahrscheinlich über 24° C freuen, aber ich bin da schon fast am frieren, so komisch es auch klingen mag.

Panama ist zwar klein, aber ich kenne noch längst noch nicht alles. Im April kommen drei FSJler aus Costa Rica zu Besuch, da werden wir dann nach San Blas fliegen, das ist in Panama (Karibik-Seite), das Land dort mit den schönsten Stränden Panamas, ist in Indianer- Hand und es soll absolut beeindruckend sein. Ende April werde ich dann nach Costa Rica reisen. Ich habe also viel vor für diesen Monat. Nach meiner Costa Rica- Reise ist es auch schon Mai und dann bricht der dritt letzte Monat an.


Ich bin müde, freut euch auf viele schöne Fotos aus Kolumbien und Venezuela....


Hasta domingo!



27.3.11 06:21


der 15. März


Der 15. März war ein Tag voller unerwarteter Ereignissen.


Morgens war noch alles normal, ich bin wie immer eine halbe Stunden nach Dienstbeginn auf gestanden (7:30 Uhr). Wenn man den Fahrtweg von einer guten Stunde drauf rechnet, dann bin ich also schon 1,5 Stunden zu spät, aber kein Grund zur Eile.


Ich hab schön geduscht, Kornflecks mit frischer Honigmelone gegessen, lecker!

Ich geh raus, die Sonne scheint, perfekt!


Bin mit dem Bus zum Terminal gefahren, hab noch eine deutsche Austauschschülerin getroffen, wir haben noch ein bissl gequatscht, bin ja nicht spät dran....

Es waren mal wieder Ausweiskontrollen, natürlich nur für Hombres, Normalerweise bin ich da einfach vorbei gegangen, da die ja keinen „Gringo“ suchen werden, aber an diesem Tag hab ich mal gefragt, ob ich auch kontrolliert werde?

Der Bulle meinte nur so, si, todos, panamaenjos, estranjeros, Mexicanos, Gringos, todos los hombres...

Ich hab dem Polizisten dann meine Ausweiskopie gegeben, er guckt sich das Ding gar nicht erst an, sondern fragt mich gleich, was ich arbeite, ich meine nur das ich für eine Austauschorganisation für Schüler arbeite, er zeigt mit dem Daumen nach oben und lässt mich passieren.

Wisst ihr, was da gerade passiert ist? Ich habe das erste Mal Anerkennung von einem Fremdem, für meine Arbeit bekommen. Obwohl doch gerade durch ist, dass meine Stelle im nächsten Jahr eingespart wird, unglaublich


Es war dann schon so gegen 9 Uhr, also 2 Stunden zu spät und ich brauche noch mindestens eine halbe Stunde durch den Großstadt -Jungel.


20 Minuten vor 10 Uhr bin ich dann im Büro eingetroffen, tranquilo!


Auf der Arbeit hab ich ein bissl die Seele baumeln lassen, mich wie jeden Tag über meinen scheiß langsamen PC aufgeregt, aber bei einem so guten Morgen konnte mich die lahme Kiste nun auch nicht mehr aus der Ruhe bringen.


Ich habe einen Film geguckt „The Messenger“, ist ein ganz guter Film über einen US Soldaten, der die letzten drei Monate seiner Dienstzeit damit verbringen muss, den Angehörigen, von im Irak-Krieg verstorbenen Soldaten, zu verständigen.


Bis dahin war es also schon mal ein sehr guter Tag, da Champions League war, sind Nicolas und ich eine Stunde früher gegangen, also schon um 14 Uhr, das Rückspiel Inter Mailand – Bayern, die Bayern haben das Hinspiel mit 1:0 gewonnen, also hatten sie schon mal einen Vorteil. Ich bin nun nicht so der Fußballfan, aber da Bayern nun mal Deutschland international vertritt, konnte man sich das Spiel schon mal an gucken.

Naja, der FCB ist dann aus geschieden, obwohl sie die bessere Mannschaft waren und ab diesem Zeitpunkt ging der Tag den Bach runter!


Ich gegen 17 Uhr in den Bus eingestiegen, hab für den Weg nach Hause 2,5 Stunden gebraucht anstatt von max. 1,5 Stunden. Der Verkehr war so elendiglich langsam, der Bus voll, stinkend und unbequem, also die Busfahrt hat mich echt fertig gemacht.


Im Terminal war dann auch wieder die riesen- Menschenschlange, also wollte ich mir bei „Taco Bell“ noch schnell was zu essen holen. Taco Bell, für alle die es nicht kennen, ist eine Fastfood-Kette, die stellen Tacos her, Mensch, wer hätte das gedacht... Schmeckt eigentlich ganz gut und ist recht günstig, außerdem mal was anderes als MC Donalds, KFC oder Burger King.


Ich will also mein mini- Gericht (2 $) mit einem 20 $ Schein bezahlen, es war ca. 19 Uhr, also Hochbetrieb im Food Court, aber NEIN! Die Taco Bell- Tante konnte keine 20 $ wechseln, ich völlig sauer von meiner zwei stündigen Bus- Stop and Go- Tour, den Typ neben mir gefragt, ob er wechseln kann, er ca., 100 $ am Start, aber natürlich keine kleinen Scheine, die Gruppe Jugendlicher hinter mir konnte mir irgendwie auch nicht helfen, aber dann!


Ein Mädchen fragt mich was los ist und ich habe ihr das erklärt und sie meinte erst so: Que otra idioma tu hablas? Ich nur so ingles - warte mal, ich bin Deutscher, spreche gerade spanisch und sage, wenn man mich fragt, welche andere Sprache ich spreche Englisch und nicht als erstes Deutsch. Ihre Frage rührte daher, dass sie aus Kalifornien war und wahrscheinlich vermutet hat, dass ich Englisch spreche...


Wie dem auch sei, sie hat mich kurzer Hand eingeladen, war mir erst nicht ganz sicher ob ich es an nehmen soll?

Da kommt eine Person, die ich noch nie im Leben gesehen habe und bezahlt mein Essen, einfach so... Sah ich wirklich so hilflos aus?

Ihre Freunde auch so, ey was machst du da? Sie nur so „sind doch nur 2 $!“.

Mein Essen kam, ich hab mich noch drei Mal bedankt und meinte abschließend, dass sie mir den Tag geredet hat. Sie strahlt mich an und wir verabschieden uns...


Das hat mich echt aufgemuntert und ich hatte wieder Kraft mich in die lange Schlange, wartender Menschen, ein zu reihen.


Jetzt bin ich zu hause an gekommen, da meint meine Gastmutter, dass unsere hochschwangere Hündin Welpen geworfen hat. Sie hat uns echt 14 rattengroße Welpen vor die Füße gelegt. Das war echt süß, wie sie ihre Neugeborenen abgeschleckt hat, die kleinen Dinger haben so schön gequietscht, die Augen sind noch immer geschlossen, aber süß sehen sie alle aus.


Mein Gastvater wollte schon, dass ich vier mit nach Deutschland nehme, darauf kann ich dann doch verzichten.


Fotos habe ich schon rum geschickt!

https://picasaweb.google.com/paul21291/KarnevalUndWelpen?authkey=Gv1sRgCPKL6SYtvy_JA#



Noch mal zusammenfassend:

1.Anerkennung für meine Arbeit bekommen

2.guten Film geguckt

3.Bayern verloren

4.abge****este Busfahrt ever

5.von einem hübschen Mädchen eingeladen worden, man sieht sich immer zwei mal im Leben , also werde ich mich noch revanchieren können

6.bei der Geburt von Welpen dabei gewesen


Allet Liebe!




20.3.11 22:36


Karneval!!!

Hallo,

da sitze ich nun wieder von der Sonne verbrannt auf meinem Bett und fange an die Ereignisse der letzten Tage zu rekapitulieren.
Was in Karneval so passiert ist wird wahrscheinlich den Ein oder Anderen interessieren...
Also, Karneval ist so das große Event in Panama. Die Leute sparen Geld, nur für Karneval.
Man gibt in den vier Tagen unheimlich viel Geld für eine Unterkunft, Essen und Trinken (Alkohol) aus.
Ich weiß gar nicht, ob ich das Szenario überhaupt ansatzweise beschreiben kann?
Es ist einfach nur verrückt, man erkennt Panama nicht wieder.
Mit meiner Familie bin ich nach Chitre gefahren, die Landeshauptstadt von Herrea, ein Teil von Panama. In Chitre findet neben Las Tablas der beste Karneval statt, Las Tablas liegt ca. 45 Minuten weiter weg von Chitre, in der Region Los Santos (die Heilligen).
Wir haben also Literweise Bier gekauft und sind dann mittags in den Park gegangen. Der Park ist der Ort, an dem sich das Spektakel ab spielt.
Da man natürlich nicht bis in den Park mit dem Auto fahren kann, heißt es Kühlbox schleppen! OHHH man so eine scheiß Aufgabe, bei 35 °C eine Kühlbox voller Getränken und Eis weiß ich wie weit, durch Menschenmassen, schleppen.
Da jeder „Cooler“ kontrolliert wurde, war eine entsprechend lange Schlange vor dem Eingang. Kurz um, die Sonne hat mich also schon völlig fertig gemacht, bevor es richtig los ging. In dem Park ist auch immer eine Kirche, ja eine Kirche, wir sind hier alle zwar super katholisch, aber in Karneval hauen wir uns die Birne direkt vor der Kirche zu. Ich nenne das pseudo- katholisch!
Nun gut, wir stehen also vor der Kirche, der Cooler dient als Tanzpodest für meine Schwester und was macht man jetzt?
Um uns herum sind sehr, sehr, sehr viele Leute. Es stehen Tanklaster am Straßenrang und man wird den lieben langen Tag mit Wasser nass gespritzt, um nicht zusammen zu klappen.

Es läuft laute Musik, alle tanzen oder versuchen es zu mindest. Man krallt sich also ein Bier nach dem andern, steht Stunden lang in der Sonne, fühlt sich aber gar nicht so schlimm, weil man ja komplett nass und betrunken ist. Was ich nett fand, war das mich ständig Leute an gequatscht haben und wissen wollten woher ich komme, mir dann immer auch ihren Cooler zur Verfügung gestellt haben und wir dann zusammen getrunken, gequatscht und gefeiert haben.
Am ersten Tag wollte ich es eigentlich ruhig an gehen lassen, um die Lage einschätzen zu können. Ich habe die Gastfreundschaft, des Partyvolkes aber sehr unterschätzt und war somit am ersten Tag um 17 Uhr so voll, dass ich mich an nicht viel erinnert habe, wie wir nach hause gekommen sind ist mir nur noch stückchenweise in Erinnerung, aufgewacht bin ich dann auf dem Rasen vor dem Haus. Man geht also mittags bis ca. 17 Uhr in den Park, dann isst man was und schläft bis abends um 11 Uhr, um dann ins „PH“ zu gehen. Eine riesen- Disko mit live-Acts.

Im Prinzip laufen alle vier Tag so ab. Am zweiten Tagen haben mich in dem Park so viele Leute gegrüßt, dass mir schon was unheimlich war, weil ich mich an circa die Hälfte erinnern konnte.
In dem Park sind so genannte „Reinas“, also Königinnen, die auf pompösen Wägen durch die Menschenmenge fahren und von allen bejubelt werden. Um so eine Reina zu sein, bezahlt die Familie bis zu 50.000 $ oder mehr. Am Ende gewinnen sie nicht mal was, aber jeden weiß, da wir uns ja auf dem Land befinden, dass die Tochter von Familie so und so die Reina beim Karneval war.

Die Show von den Reinas sind also das kulturelle Ereignis beim Karneval, aber hauptsächlich, betrinken sich die Leute bis zum geht nicht mehr.
Mir hat mein erster Karneval ganz gut gefallen, ich kann es nicht jedem empfehlen, aber so lange man jung ist sollte man das schon mal mit gemacht haben.  
Abschließend noch ein paar Stichpunkte:

- wie ein Festival
- Leute lassen sich für 25 Cent in den Garten pissen
- ein Gestank!
- viel Party
- viele Diebe
- nette Menschen
- laute Musik
- viele hübsche Mädchen
- viele unansehnliche Personen
- schlechtes Essen, eine Freundin von mir hatte eine Lebensmittelvergiftung
- insgesamt aber alles muy divertido!!!
- Danke an „Banana Boat Sun Protector“, einmal eincremen und den ganzen Tag geschützt

Meine Gastmutter und meine Gastschwester hatten am 7. und 8.03. Geburtstag. Ich habe einen Kuchen (Ananas) gebacken. Sie haben sich sehr gefreut, da es sonst immer nur den selber Kuchen auf jeder Geburtstagsfeier gibt. Man kauft einfach einen, aber selber einen backen, tut kaum jemand.

Am Wochenende, waren wir auf einer großen Geburtstagsfeier in Colon, Colon liegt auf der anderen Seite vom Kanal und ist sehr schön. Allgemein, kann ich sagen, dass mir die Karibik mehr zu sagt als der Pazifische Ozean. In der Karibik ist es irgendwie schöner.

Die Feier war also in einem sehr großen Haus direkt am Meer. Es war unglaublich toll, man konnte schnorcheln, grillen und es gab einen großen Pool, da man keinen direkten Strand hatte.
Das Schnorcheln hat mir echt gut gefallen, da waren Korallenriffe und es sind echt schöne Fische genau vor meinen Augen rum geschwommen. Es ist, als wenn man in ein riesen- Aquarium eintaucht, Natur zum anfassen, hautnah! Das hat mich echt beeindruckt und ich will es auf jeden Fall noch mal machen.
Für die dreitägige Feier wurden 2 Kühe geschlachtet und es gab wie so oft Bier, Bier und Bier überall. Ich habe dort mein erstes „Soberana“ getrunken, es hat nicht umsonst den Ruf, des schlechtesten Bieres von Panama, drauf steht „Minimum 3 % und Maximum 3,8 %“ Alkoholanteil. Was'n das bitte für eine Angabe? Dieses „Bier“ ist für mich Verschwendung von Ressourcen.

Egal, die Party war lustig, ich hab mich wie eingangs beschrieben leicht in der Sonne verbrannt und eine Nacht unter Sternenhimmel ca. 10 Meter entfernt vom Wasser geschlafen.

In zwei Wochen werde ich auf einem Dampfer durch die Karibik schippern, ihr wisst gar nicht wie sehr ich mich darauf freue

Mal sehen, was bis dahin noch alles passiert?!?

Ach ja, meine Kamera wurde repariert und ich kann sie diese Woche abholen! !ole!

Alles Gute ;D
14.3.11 02:55


Busfahren!

                                                      Geschrieben am 02.03.2010


Es ist viertel nach Sieben, oder wie man glaub ich im Osten sagt; „drei viertel Acht“ Uhr abends. Ich komme aus der Mall, relativ erschöpft, da wir auf der Arbeit eine Versammlung zum Thema Geld sparen hatten. Die Liste mit den Sparmaßnahmen umfasste 56 Punkte, ich werde mal meine drei Lieblinge mit euch teilen.


  1. Die Klimaanlagen werden aus Energiespargründen nur noch auf 24° C und nicht wie vorher mit 17-20 °C verwendet.

  2. Nächstes Jahr werden bei AFS Panama keine FSJler mehr im Büro auf genommen... Da sieht man mal wie entbehrlich Nicolas und ich doch sind, wenn man uns aus Kostengründen einfach weg lassen kann.

  3. Der jährliche Ausflug in das luxus- Resort „Decameron“, welcher für das ganze Büro auf AFS Kosten bezahlt wurde, wird dieses Jahr nicht statt finden, interessiert mich herzlich wenig, da ich den sowieso nicht mehr erlebt hätte.


Aber zurück an den Terminal, dort wo ich gerade aus der Mall komme und in meinen Bus nach hause einsteige.

Ich sitze mit angewinkelten Beinen, etwas eingeengt, weil auf der selben Bank eine Frau mit Kind auf dem Schoss und neben ihr eine weitere Frau mit Kind sitzt. Vor ca. 30-40 Jahren saßen in so einer Reihe noch drei Schulkinder und jetzt sitzen hier drei Erwachsene und zwei Kinder. Versucht euch vor zu stellen, wie ich mich gefühlt habe. Meine Lederschuhe, sind heiß und eng, die Jeans und das Hemd sind auch nicht meine bequemste Kommode.

Was solls, wir verlassen den Terminal und somit dann auch in Kürze die Stadt, die Lichter werden immer kleiner, der Wind pfeift mir um die Ohren, es ist angenehm.

Wir kommen am „Edificio de Administracion de Canal de Panama“ vorbei, dass mit Abstand wichtigste Gebäude von Panama, es liegt auf einem kleinen Hügel und ist imposant.

Da befinden wir uns auch schon im Regierungsviertel. Es gibt viele wichtig aussehenden Häuser, alle im amerikanischen Baustiel. Vorbei an einer Fackel, welche Tag und Nacht brennt. Die Gehwege sind ruhig, doch leider befinde ich mich immer noch in dem Bus.


Im Bus ist es eng, heiß, vorne Leuchten rote Lichter und es läuft SALSA, year genau das was ich nach einem langen Tag brauchte! Egal, der iPod war wie immer dabei und ich konnte das Salsa Gedröhne übertönen. Ich habe mich noch mal im Bus um geguckt, natürlich war ich der einzige Ausländer, aber das ist ja schon lange nichts Neues mehr.


Wir sind nun schon fast raus aus der Stadt und auf der linken Seite liegt Chorrio, eines der schlimmsten Ghettos von Panama City. Es besteht aus vergammelten Häuserblöcken, kaputten Straßen und vielen sehr armen Menschen. Das Gute ist, dass es Wohnungen mit Meerblick gibt.

Gezwungenermaßen, da ich in den falschen Bus eingestiegen bin, bin ich schon drei mal durch Chorrio gefahren. An den Wänden sind Graffitis, die auf Gangviertel und Morde hin weisen.

Ein in der ganzen Stadt verteiltes „Tag“ ist der Schriftzug,“ no al 7 %“, es bezieht sich auf die vor einigen Monaten erhöhte Mehrwertsteuer, von 5 auf 7 %. „Früher, Zitat von meiner Gastmutter, war alles billiger, Autos, Essen, Trinken und Klamotten“. Soweit ich mich erinnere haben wir in Deutschland eine Mehrwertsteuer von 7 und 19 %, dies will mir meine Gastfamilie nicht glauben, ich glaube es ja selber nicht, wenn ich den Unterschied höre.


Aber gut, wir verlassen jetzt die Stadt über den Panama Kanal, genauer gesagt über die „Puernte de las Americas“. Auf der linken Seite sehe ich den Causeway, mit seinen vielen Bars und Restaurants und zu meiner Rechten sehe ich den Harfen von Panama mit den riesigen Umladekränen und den Containern aus der ganzen Welt, zum Beispiel mit der Aufschrift „Hamburg Süd“.


In der Ferne, auf der linken Seite, sieht man die Transportschiffe, die auf die Erlaubnis warten, den Kanal passieren zu dürfen.


Habe ich erwähnt, dass es abends um 7 Uhr schon stock- Duster ist? Dadurch, geben die Lichter der Boote, der Bars, Restaurants und dem Harfen ein sehr schönes Bild ab.

Okay, die Stadt und den Kanal haben wir verlassen, aber was kommt jetzt?


Da ich in Arraijan, einem Wohndorf lebe, also hie haben viele Menschen ihr zu Hause, fahren dann aber morgens die ca. 16 Km in die Stadt um zu arbeiten.

Arraijan liegt quasi im Urwald, ich fahre also durch eine schöne Natur und einzeln sieht man einige kleine, einfache Häuschen mit Wellblechdach.

Hier leben auch viele Indios (Stamm der Kunas). Ich selber lebe im Zentrum von Arraijan. Hier gibt es einen sehr großen Supermarkt, vergleichbar mit „Real“ in Deutschland. Es ist mittlerweile 20 Uhr, ich bin also 4 Stunden später zu hause als geplant, aber das macht nichts.


Heute war Zahltag bei AFS und das bedeutete, dass ich mit ca. 200 Dollar und meinem Reisepass rum gelaufen bin, was mir ein nicht ganz angenehmes Gefühl verschafft hat, is ja alles gut gegangen, von der Bushaltestelle muss ich nicht mehr weit laufen. Ich komme über eine Brücke und sehe dann die Straße, auf der fast jeden Tag ein Unfall passiert, dass es mich noch nicht erwischt hat, freut mich, aber die Unfallrate macht mir innerlich schon zu schaffen, letztens hätte es meine Gasteltern und Gastschwester fast erwischt, ohne das sie Schuld gehabt hätten. Sie sind mit einem Schock davon gekommen, weil der Lastwagen aus der Gegenrichtung das Auto hinter ihnen erwischt hat.

Ob ich in Panama schon angekommen bin oder niemals richtig an kommen werde, weiß ich nicht, ich fühle mich wohl, hab mehr Geld, als ich je in meinem Leben zur Verfügung hatte und bin so entspannt wie noch nie. Den Rest der Zeit werde ich genießen, so gut es geht!

Freuen tue ich mich aber auch schon auf mein nächstes Abenteuer, AUSTRALIEN!


Ich habe diesen Beitrag schon so früh geschrieben, da von Freitag bis Mittwoch Karneval in Panama ist. Von diesem Event spricht meine Familie seit über einem halben Jahr, es ist „lo maximo“ und nun steht es kurz vor der Tür. Ich bin echt gespannt was mich genau erwartet und wie ich über den Karneval in Panama, welcher nach dem Brasilianischen der Beste sein soll denken werde. Ein ganzes Land wird sich kollektiv besaufen, ob es wirklich das Maß der Dinge ist und ob man es mit dem Karneval in Brasilien vergleichen kann werde ich berichten. In dieser Zeit ändert sich Panama komplett und ich bin gespannt wie es wird!


In diesem Sinne, bis zu dem Wochenende nach Karneval! Hoffen wir mal, dass ich diesen Marathon aus Alkohol, Sonne und Menschenmassen überleben werde.



Sommer, Sonne, PANAMA!!!

4.3.11 04:07


Party und Abenteuer!

Boarr, bin ich müde... (geschrieben am 26.02.)

Die letzte Nacht steckt mir noch in den Knochen. Wir haben meinen Geburtstag gefeiert. Ane und ich haben einen “Chiva“ (Partybus) gemietet. Wir haben zusammen gefeiert, weil wir in der selben Woche Geburtstag haben. Es war ein alter Diablo Rojo, welcher um gebaut wurde und nun als fahrende Disko verwendet wird.

In dem Bus gibt es eine Bar, viel Platz zum tanzen, eine Toilette und ein DJ-Pult.

An der Decke hingen Seile um sich fest zu halten. Man fährt in Schrittgeschwindigkeit durch die Stadt und lässt sich feiern. Wir sind an die schönsten Ort in der Stadt gefahren und haben auf dem Weg andere Chivas gesehen. Der Bus ist ohne Fenster, also kann man sich raus hängen, es war trotzdem heiß in dem Bus.

Die Party war der Hammer alle haben getanzt, waren glücklich und der Alkohol floss. Wir haben die Tour um 10:30 Uhr abends gestartet und waren um 1:30 Uhr in einer Bar, wo die Party weiter ging, bis morgens um 4 Uhr.

Die Musik war gut und es waren Gäste aus vielen verschiedenen Ländern (Holland, Norwegen, USA, Deutschland, Kanada, Belgien und Panama) da, also ein internationaler Chiva.

Wir hatten unseren Spaß. Es war eine einzigartige Feier, so was ist aus Sicherheitsgründen, in Deutschland, leider nicht möglich.



So, genug zu meinem Geburtstag gesagt...

(geschrieben am 27.02.)

Am Wochenende wart Tobias (FSJler aus Deutschland) bei mir in der Großstadt zu Besuch. Er wohnt auf dem Land und ist unter anderem zu meinem Geburtstag angereist.

Am Samstag waren wir in Panama Viejo. Es sind Ruinen aus dem 16 Jahrhundert, Piraten haben Panama angegriffen, weil sie einen Goldschatz gesucht haben, den sie aber nicht bekamen.

Fotos sind im Netz:

https://picasaweb.google.com/paul21291/PanamaViejo?authkey=Gv1sRgCO3EzZPR-ve8_AE#


Sonntag waren wir mit meiner Familie und im Natur Park „Chagres“, der Park ist nahe bei der Stadt, ca. eine Stunde entfernt.

Wir haben Indianer gesehen und sind auf einem kleinen Holzboot durch den Regenwald gefahren. Nach ca. 20-30 Minuten sind wir aus gestiegen und mussten laufen.

Wir sind durch einen Fluss gelaufen, das Wasser ging mir bis zur Brust, da man unter anderem auch in dem Schlamm ein gesunken ist.

Wir sind zu einem Wasserfall gelaufen und konnten dort mitten im Urwald baden. Das Wasser war glasklar und wir befanden uns einfach in der puren Natur.

Es war einfach nur ein richtig gutes Abenteuer!

Die Bilder sprechen für sich, ich hatte ein richtig schönes Wochenende.

https://picasaweb.google.com/paul21291/Indio?authkey=Gv1sRgCN2r9-masbnWlgE


Nachträglich habe ich noch Fotos von Las Tablas:

https://picasaweb.google.com/paul21291/LasPlayasDeLasTablas?authkey=Gv1sRgCOz8zof7l7LbAQ#


Das war mal ein Beitrag mit vielen Fotos, obwohl meine Kamera immer noch in Reparatur ist.

Fotos vom Geburtstag gibt es später...


Bis dahin alles Gute




28.2.11 04:52


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