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Das Lebenn bei den Ticos!

Costa Rica!


Da die letzte Mail sehr nüchtern, äähh ernüchternd war, gebe ich mir dieses Mal etwas mehr Mühe.

Im übrigen sitze ich gerade mal wieder im Dunkeln. Der Strom fällt hier relativ häufig aus, gut ist, wenn man um 12 Uhr nachts aufwacht, weil der Strom wieder kommt und alle Lichter an gehen.

Wie dem auch sei...


Costa Rica, so heißt die Überschrift, hat mit dem Fakt zu tun, dass ich, wie schon tausend Mal angekündigt, eine Woche im Nachbarland verbracht habe.

Die zwei Mal 16 Stunden Busfahrt war nicht ganz so schlimm wie an genommen. Es gab gute Filme, Beinfreiheit und der Bus war nie ganz voll, sodass ich mich auf zwei Sitzplätzen ausbreiten konnte.

Umgerechnet hat eine Fahrt (Panama – San Jose) 25 € gekostet. Es geht sogar noch günstiger, aber wäre dann mit umsteigen.


Nicolas Ane und ich sind zusammen nach San Jose (Hauptstadt CR) gefahren Ane und ich sind bei einer Freundin von meiner Gastmutter unter gekommen. Sie wohnt in der Nähe von San Jose, in einer sehr schönen und ruhigen Gegend. Die Familie hatte viel Geld und dem entsprechend ein großes Haus, 6 Badezimmer, Ane und ich hatten jeweils ein Zimmer mit eigenem Bad und Fernseher. In der ersten Nacht bin beim Schlafwandeln aufgewacht!

Noch mal eine Zeile zurück gehen, beim – Schlaf – wandeln – auf – gewacht ???

Dies ist mir vorher noch nie passiert, ich komme gerade aus dem Bad, stehe an der Tür und da wache ich auf... un poco extraña !


Unsere Gastgeberin, Marrgie, hatte sich super um alles gekümmert. Sie hat gekocht, viel gesünder als in Panama, einen Plan für jeden Tag erstellt und war, was sehr untypisch ist, PUNKTGENAU!

Daran musste ich mich erst mal gewönnen, das 7 Uhr, 7 Uhr bedeutet und nicht 7.30 Uhr.


Wir hatten einen straffen Zeitplan, entspannen konnte ich mich aber trotzdem, da abends immer nicht so viel zu tun war, damit wir am nächsten Tag wieder früh los konnten.


Wir sind durch verschiedene Provinzen gefahren. Hier entsteht irgendwie kein Hauptstadt-Stolz, weil San Jose als sehr hässlich gilt. So wie ich das mit bekommen habe, ist man mehr auf seine jeweilige Provinz stolz. An einem Strand (Jaco) und auf einem Vulkan (Poas) waren wir auch. Viele Malls haben wir kennen gelernt, da wir aber aus Panama kamen, kam uns alles viel zu teuer vor. Als vergleichbare Größe könnte man mal Bier nehmen, in Panama eine Dose 0,50 $ und in CR 1 $ (1000 Colones). Zum Thema Bier möchte ich noch mal kurz was sagen, Eine Dose kostet im Supermarkt in Panama 0.50 $, eine Cola aber kostet 0,70 $. Ökonomisch gesehen ist es günstiger Bier zu trinken als Limonade. Dann haben Nicolas und ich ja bis jetzt alles richtig gemacht!

Das absolut billigste Bier gibt es beim Chinesen, da kostet die Flasche 35 Cent, genauso viel wie eine Flasche Limo.


Der Mensch neigt ja immer dazu, Dinge zu verglichen. Im Vergleich Costa Rica & Panama, gewinnt CR schon mal in Bildung und Gesundheitswesen. In beides wird viel Geld investiert und das zeigt Erfolg. Die Infrastruktur ist in Panama etwas besser, es gibt viele Sachen, die unterschiedlich sind. Einer aus dem Büro meinte zu mir: „Warum wollen alle Austauschschüler nach Costa Rica? Das ist genau wie Panama, nur teuer und gefährlicher!“. Die Aussage, kann man voll vergessen, CR hat von der Natur her viel zu bieten und ist viel mehr auf Tourismus aus. Die Menschen sehen europäischer aus und der Akzent ist deutlich anderes. Wie gesagt, es ist teuer, hat aber auch eine eigene Währung (Colones), ca. 500 C sind 1 $.



Schade, dass wir nicht länger bleiben konnten, weil wir sind noch viel mehr hätten sehen können. Ich kann nicht sagen, was mir besser gefällt, Panama oder Costa Rica. Man kann die Erfahrungen von einer Woche nicht mit den von 8 Monaten gleich stellen, Fakt ist, dass es für mich in CR noch viel zu sehen gibt und eine Reise dahin würde sich auf jeden Fall lohnen.


Danke an dieser Stelle noch mal an die Gastfamilie von Chris (FSJler in CR), bei ihm konnten wir die letzte Nacht bleiben konnten.Mit Leon (auch FSJler in CR), Nicolas und einem Kumpel von Leon haben wir das Nachtleben von San Jose erforscht. Es waren viele Studenten/inen unterwegs. Der Kumpel (Felix) von Leon hat uns gefahren, also konnten wir uns das Taxi sparen, aus Solidarität, haben wir uns größtmöglich auf spanisch unterhalten, damit Felix nicht außen vor bleibt. Ja, die Deutschen sind so großherzig. :D

Es ist komisch, sich mit Deutschen auf spanisch zu unterhalten aber es doch ganz gut geklappt.


Insgesamt eine gelungene Woche, pura vida eben. Pura vida beschreibt so ziemlich alles. Ein Ausruf, der nur in CR benutzt wird. Kann bedeuten, mir geht’s gut oder wir fahren zum Strand, pura vida...


Fotos: just in time... leider noch nicht mit Beschriftung!


https://picasaweb.google.com/paul21291/CostaRica2011?authkey=Gv1sRgCLGmgI2k7MK4UA


Pura Vida!!!

9.5.11 03:59


Frohe Ostern und Prost!

Ostern:


Wie immer, aller anders....

Ostern heißt hier nicht Ostern sondern Semana Santa. Die Semana Santa hat auch nichts mit Ostereiern zu tun sondern wird hier mit dramatischen Darbietungen der Jesus-Geschichte zelebriert.


Semana Santa ist also wichtiger als Weihnachten oder sonst ein Feiertag. Der Karfreitag ist frei, das bedeutet, verlängertes Wochenende. Außerdem auch landesweites Alkoholverbot. Naja, hat alles eine gute und eine schlechte Seite.


Mein Chef meinte, dass die Semana Santa immer langweilig ist. Na ganz große Klasse, wenn man schon weiß, dass das Wochenende zum scheitern verurteilt ist.

Das diese drei Tage aber alles andere als langweilig waren, schildert meine Geschichte.


Am Donnerstag fing es recht harmlos an. Mein Gastvater und ich sind gegen 21 Uhr zu dem Fußballspatz gegangen, wo ich immer Fußball spiele und wo in dieser und der darauf folgenden Nacht el acto stattfinden sollte. El acto ist die Jesus-Geschichte en vivo, also eine live Darstellung.


Wir haben uns beim Chino vier Bierchen gegönnt und haben dann im Park auf das Wochenende angestoßen, an dieser Stelle muss ich, da es für den Verlauf der Geschichte doch sehr wichtig ist, drauf hin weisen, dass in der Öffentlichkeit ein absolutes Alkoholverbot herrscht. Wie dem auch sei, beim zweiten Bier angekommen, steht auf einmal ein Mann mit Taschenlampe vor uns, es war natürlich keine gewöhnlicher Mann, sondern ein Bulle.

Da hat der uns doch glatt auf frischer Tat ertappt. Ich dachte nur „na schöne Scheiße, das wird ein teures Bier“ (offizielle Strafe 50 $ pro Person). Mein Vater hat auf den Polizisten ein geredet und gefragt, ob es nicht noch eine andere Möglichkeit gäbe, diesen kleinen Vorfall schnell zu vergessen? Leider sind wir an die einzigen beiden Polizisten in Panama geraten, die nicht korrupt waren. Nun dann, nach langem hin und her, wurden wir vor den Augen aller anderer mit Handschellen abgeführt und sind zur Wache gefahren.

Dort angekommen saßen schon ein paar andere Schwerverbrecher mit Handschellen an einer Eisenstange fest gekettet und als ich rein kam, haben sich mich alle angeglotzt, als wenn ich ein Heiliger wäre und ein leises „Gringo“ ging durch die Reihe.


Das Glück ist mit den Dummen, wir mussten nur eine Anwesenheitsliste unterschreiben und wurde ohne weitere Konsequenzen wieder „frei“ gelassen. Mein Vater hatte in seinen 51 Jahren noch nie Stress mit der Polizei und ich ja auch nicht, deswegen haben sie uns wahrscheinlich so davon kommen lassen. Da sind auch zwei freche Buben nach uns rein gekommen, mit geschwollener Brust, und der Hauptkommissar meinte nur “ahhh, de nuevo“ (schon wieder ihr). Die haben da anscheinend Stammgäste.


Meine Mutter hatte uns abgeholt und war super sauer auf meinen Vater, sie meinte, dass sie wegen mir zur Polizei gekommen ist und nicht wegen ihm, wenn es nach ihr ginge, hatte er dort versauern können, so sauer war sie...


Zusammenfassend, Ostern ging noch nicht mal richtig los und ich wurde schon mit meinem Gastvater zusammen fest genommen, wegen Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit.

Stolz bin ich darauf nicht, aber aus allem lernt man.


Kinder, Alkohol ist böse, macht nette Menschen manchmal zu noch netteren Menschen, kann aber auch viel schlechtes herbei rufen und außerdem sehr teuer werden, soviel dazu.




Am Freitag kam eine Freundin von meiner Mutter zu Besuch. Sie ist Ärztin und erlitt einen Hirnschaden, im Klein-Hirn, wenn ich das richtig verstanden habe. Die Folge ist, dass sie nicht mehr sprechen kann. Das ist echt traurig, da sie echt nett ist und sich für viele kranke Menschen, hauptsächlich Kinder, einsetzt und nun erst mal arbeitsunfähig ist.

Sie versteht alles, kann sich aber verbal nicht bemerkbar machen, wir haben mit ihr gespielt und gekocht. Mein Vater hat 2 Kg Mais gekocht, den habe ich dann durch einen Fleischwolf gepresst und dann kommt da so eine Masse bei raus, aus der wir dann Tortilla und Bollo gemacht haben.


Eine Tortilla ist Mais angebraten und Bollo ist, wenn man die Masse in ein Bananenblatt einwickelt und dann kocht, beides lieben die Panameños. Den ganzen Tag gab es dann Mais als Getränk und zu Essen. Abends war dann das Spektakel. Die Darbietung zieht sich leider ewig hin, da wirklich alles dargestellt wird. Als Beispiel, Jesus wäscht den 12 Jüngern vor dem Abendmahl die Füße und in Panama wäscht er dann 12 verschiedene Paar Füße und alle gucken gespannt zu. Auch der Umzug mit dem Kreuz auf dem Rücken wurde in einem 10 Minütigen Trauerspiel dargestellt. Zwischendurch ist auf der Wiese ein Stand umgekippt und das heiße Fett hat einer Frau das Gesicht verbrannt, da war die ganze Atención für ein paar Minuten mal nicht beim Schauspiel, sondern beim wirklichen Leben. Echt traurig, aber Sicherheitsvorkehrungen gab es nicht und dann konnte der Stand halt an einem gefährlichen Ort aufgestellt werden, ich gehe davon aus, dass es in Deutschland nicht passiert wäre.


Samstag hatte mein Tio Ricado Geburtstag und zum Anlass seines 47. hat er ein Schwein geschlachtet. Die Feier war auf einer Finca in auf dem Land. (ca. 2,5 h entfernt). Es gab richtig schön gegrilltes Schweinefleisch und literweise Bier. Das nennt sich dann Kultur, Essen, Saufen und Domino spielen.


Das Frühstück war auch deftig, gegrilltes Fleisch und dann noch mal in Schweinefett gebraten, dazu una cerveza bien fria. Ungesünder geht es gar nicht. Ich habe von anderen FSJler gehört, dass sie sich in den letzten acht Monaten so gesund ernährt haben wie noch nie, das konnte ich dieses Wochenende nicht von mir behaupten.


Eine Sache hätte ich fast vergessen, auf dem Hinweg mussten wir ja unbedingt den Chiwawa mit nehmen. Ich dachte mir nur, bitte Hund pisse oder kack in das dekadent- saubere Auto, damit du das nächste Mal zu hause bleibst. Der Hund hatte eine andere Idee, die mir auch ganz gut gefiel. Er hat nach ca. einer Stunde meine Schwester in den Schoß gekotzt und dann auch noch seine Kotze gefressen, meine Schwester hat darauf hin einen Brechreiz bekommen, ich bin schnell aus gestiegen, damit sie raus konnte und dann hat sie auch gleich in den Graben gebrochen. Schadenfreude ist die schönste Freude, aber in diesem Moment musste ich mir das Lachen echt verkneifen. Das Ganze war schon ein bissl ridiculo.


Soweit, das Neuste, langweilig war es also nicht...

Am 1. Mai geht es für mich für eine Woche nach Costa Rica!

Acht Monate sind nun rum und ich genieße die Zeit, freue mich insgeheim aber auch schon auf den Rückflug.


Ich bin echt müde, da der Rückweg ca. 9 Stunden gedauert hat, da viele aus dem Kurz-Urlaub wieder gekommen sind. Außerdem musste ich dann noch abends um 9 Uhr das Auto putzen...

Ach, das Leben ist herrlich!


Frohe Ostern und so...



25.4.11 06:39


Karibik pur!

Mit einer grossen Verspaetung kommt dann doch noch eine Mail fuer diese Woche. Ich bin gerade in der Rezeption vom Buero und muss auf der panamaischen Tastatur schreiben...

Ich habe viel erlebt und das ist der Grund, warum ich jetzt erst schreibe.

Meine gute Laune von letzter Woche hat sich gehalten, weil drei Freunde aus Costa Rica nach Panama gekommen sind.

Von Samstag bis Montag bin ich mit Kevin und Chris nach San Blas gefahren. San Blas auch Kuna Yala genannt, ist ein Gebiet in Panama, welches vollstaendig in der Hand von Indieanern ist.
Warum will man da nun hin?
Wir haben gehoert, dass es dort die schoensten Straender in der Karibik gibt. Es sind mehr als 300 Insel, welche von den Kunas bewohnt werden.
Es ist deshalb so schoen, weil die Indianer das Land nicht gross veraendern und alles naturbelassen ist.
Wir haben bei einem Kuna zu hause uebernachtet, er hat uns mit Essen versorgt und Touren zu anderen Inseln vermittelt.
Zu Essen gibt es ueberwiegend Seafood, da die Fische und Krebse frisch gefangen und direkt zu bereitet werden koennen.
Das Essen war selbst fuer mich, der nun nicht gerade der Fisch-Fan ist, sehr lecker.
Es war grossartig, wir mussten uns um fast nichts kuemmern und sind sogar sehr guenstig davon gekommen. Alles zusammen haben wir ca. 100 € pro Person bezahlt mit Transport im 4x4, Uebernachtung (2), Essen, Eintrittsgeldern und Bootstouren.
Die Inseln mit ihren Straenden sind echt zu perfekt, das Wasser ist glas klar, der Sand ist weiss wie Mehl und es herscht eine absolute Ruhe, da man meistens alleine ist.
Zwischen den Plamen haengen Haengematten und wer will kann sich fuer 2 $ ein Bier kaufen.
Schnorcheln war auch im Preis mit drin. Es war in sofern ganz gut, da an einer Insel (Isla Perro) ein altes Schiff gekenntert ist und man konnte zum Frack schwimmen und dann dort die Boots-Ruine an gucken. Das war echt aufregend.
Von der Schoenheit der Natur mal ganz abgesehen, gab es noch eine sehr interesannte Sache zu erleben und zwar das Leben der Kuna.
Da wir ja in einem Kuna-Haus gelebt haben, haben wir auch mehr oder weniger das Familienleben mit bekommen. Sie leben dort mit sehr einfachen Mitteln. Manche gehen nach Panama City um dort Geld fuer die Familie zu verdienen und um nicht in diesen bescheidenen Verhaeltnissen leben zu muessen.

Das Klo befand sich am Wasser und das hatte auch einen ganz einfachen Grund, da man durch die Klo-Brille direkt ins Meer gegucken konnte, die Fische haben schon gewartet. Die Vorstellung, dass man dann evtl. diesen Fisch isst, war nicht so lecker, aber irgendwo musst man ja sein Geschaeft verrichten.

Der Stamm der Kuna lebt also ein sehr primitives Leben, hat seine eigene Sprache und sein eigene Land mit eigenen Regeln. Am Eingang muss man auch Eintritt zahlen, es gibt Passkontrollen usw..
Kurz um, der kleine Kurzurlaub, ca. 2,5 Stunden von der Stadt weg, war echt gelungen, sehr entspannt und einzigartig.

Die Fotos zeigen mehr und koennen einen kleinen Eindruck vermitteln.

An sonsten haben wir (5 FSJler) hier gerade eine ganz witzige Zeit. Am 1. Mai werde ich dann nach Costa Rica fahren, darauf freue ich mich schon sehr.

Auf der Arbeit rueckt der Umzug immer naeher, geplant ist jetzt, dass wir zum 1.6.2011 (drei Monate spaeter als geplant) im neuen Office sitzen. Hoffen wir mal, dass es klappt.

Fotos muss ich noch hochladen, kommen also spaeter!

Saludos desde Panama!
20.4.11 18:40


Das Leben meint es gut mit mir!



Die letzte Woche war echt gut, ich habe mich am Montag via Skype bei meinem Bruder und meinem besten Freund über ein paar Dinge ausgelassen, die mir auf dem Herzen lagen und von da an hatte ich die ganze Woche gute Laune.

Auf der Arbeit meinten, sie dass es viel zu tun gibt! Für euch vielleicht, aber ich habe davon wenig gemerkt.

Am Wochenende war ich mit AFS- Leuten (Austauschschüler und Freiwillige) in „La Laguna“ zelten. Es ist ein schöner Ort in den Bergen und wir haben an einem kleinen See kampiert.
Es waren zwei neue Austauschschüler aus Österreich dabei, sie sind erst seit sechs Wochen in Panama und haben mir genau die gleichen Fragen gestellt, die ich den Leuten vor gut 7 Monaten gestellt habe. Kannst du schon fließend Spanisch? Wie sind die ersten Monate? Ab wann fängt es an, dass man sich unterhalten kann? Und so weiter und sofort.

Am Sonntag war ich gegen 15 Uhr wieder zu hause und mein Vater hat mich gleich zur Gartenarbeit gerufen. Die „Belohnung“ ist wie so oft Bier! Wir arbeiten, trinken, arbeiten, quatschen und das macht dann schon ganz gut Spaß. Er weiß unglaublich viel über das Gärtnern. Ich staune immer wieder, mit was für einfachen Mitteln er seinen großen Garten unter Kontrolle bringt. Von ihm lerne ich mehr als nur spanisch und das ist auch sein Plan. Stolz bringt er mir alles bei was er kann, damit ich das später selber machen kann und nicht jemanden bezahlen muss.

Nach über sieben Monaten habe ich nun einen anderen Rückweg (von der Arbeit) ausprobiert. Ich habe es lange nicht gemacht, weil es als gefährlich gilt. Es gibt in einem nicht ganz so sicherem Viertel ein Taxi, mit dem ich für einen Dollar (sehr günstig) nach hause fahren kann. Es ist teurer als der Bus (35 Cent), aber bequemer und schneller. Wegen der Sicherheit mache ich mir nun keine Sorgen mehr, da in dieser Straße sehr viel Menschen unterwegs sind und diese Taxis sind natürlich auch immer voll, also,  die Chance,  vom Taxifahrer ausgeraubt zu werden ist dann doch sehr gering.

Warum das Leben es nun genau mit mir gut meint, kann ich nicht sagen, ich fühle mich dank meines „Gute Laune-Schubes“ sehr wohl und kann mich nicht beklagen. Ich hoffe, dass dieser Zustand noch lange an hält.

Die Regenzeit geht so langsam wieder los und es schüttet tonnenweise Wasser auf Panama. Gut, dass ich nun mit dem Taxi nach hause fahren kann.

Da die Spritpreise in der letzten Zeit extrem gestiegen sind, wird Taxi-fahren um 20 % und die Busse aus der Stadt raus teurer.

Nächste Woche kommen Chris, Kevin und Leon (drei FSJler aus Costa Rica) nach Panama. Ich freue mich schon, die drei wieder zu sehen und mit ihnen nach San Blas zu reisen.

Das war es erst mal mit dem Neusten aus Panama!

Anbei sende ich noch Fotos vom Wochenende!

Saludos!!

https://picasaweb.google.com/paul21291/LaLaguna?authkey=Gv1sRgCKmopIPMpKqOGA#

11.4.11 02:38


Crucero!

Meine erste Kreuzfahrt!


Was erwartet man?

Ich habe mir auf jeden Fall sehr gutes Essen, viel Unterhaltung und schöne Orte zum besichtigen gewünscht.


Meine Gasteltern haben die selbe Kreuzfahrt letztes Jahr gemacht und mein Gastvater hat leider ständig davon gesprochen, wie schön es ist und was man jeden Tag machen kann. Seinen Angaben zu folge, hat er jede Nacht nur 2-3 Stunden geschlafen um nichts zu verpassen. Das hört sich für mich nicht nach einem entspannten all inklusive Urlaub an. Leider muss ich sagen, dass mein Vater mit einigen Dingen sehr übertrieben hat. Was auch schade ist, ist dass er so viel vor weg genommen hat, ich konnte ihn aber in seinem Redefluss nicht stoppen und davon abgesehen, hat er mir alles drei mal erzählt.


Ich habe nun zwei Nächte auf „Hoher See“ verbracht und es ist so viel passiert, sodass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll, was man weg lassen kann und überhaupt.


Einen Sache muss ich erst mal korrigieren, ich dachte, dass wir bis nach Venezuela fahren, tun wir auch, aber die Inseln (3), die wir dort besuchen werden, gehören politisch gesehen zu Holland, geografisch aber zu Venezuela.


Wir (Schwester, ihr Freund, Cousine, Ane, zwei Tanten, Cousin und Ich) sind am Sonntag den 27.04. gegen 13 Uhr voller Vorfreude an Bord gegangen. Das Schiff hat 10 Decks, tausendmillionen Kabinen, Bars, Restaurants, Snack Bars, Theater, Casino, Pools, Sauna, SPA, Fitnessstudio, irgendwas habe ich bestimmt vergessen, aber nun ja, es ist halt sehr groß hier. Um 17 Uhr wurde eine Notfall-Übung ab gehalten, dies war obligatorisch.

Zum Mittag habe ich mir gleich sooooo voll gefressen, dass ich Bauchschmerzen hatte und nur noch wie so eine Kugel in meiner Koje lag. Das Essen war, sah und ist einfach soooo lecker und vielfältig.

Genau genommen, esse ich immer noch viel, aber in Maßen. Das Buffet wiederholt sich auch und so kann ich getrost auf das Ein oder Andere verzichten und mir dann am nächsten Tag rein ziehen.

Ane und ich treffen uns morgens um 7.30 Uhr immer im Fitnessstudio um den übermäßigen Konsum von Lebensmitteln rechtfertigen zu können


Tagsüber ist man meistens an einem schönen Ort in Kolumbien unterwegs. Ane und ich haben am ersten Tag eine Tour durch die Stadt Catagena gemacht. Es war eine echt gute Tour. Leider kosten die Touren extra, dies war die zweit günstigste für 15 $ pro Person, die günstigste hat 14 $ gekostet und nicht ganz so viel geboten. Wir sind mit einem Bus am Strand, durch die Stadt und mit kleinen Booten durch kleine, natürliche Wasserstraßen (Tunnel siehe Fotos) gefahren. Es war echt sehr schön, leider kosten alle anderen Touren 40 bis 130 $ und das ist echt zu viel, also werden wir einen Fremdenführer vor Ort buchen oder auf eigene Faust durch die Orte tigern.


Am zweiten Tag haben wir in Santa Marta angelegt, es ist die älteste Stadt Kolumbiens und hat einen sehr schönen Strand und eine schöne Innenstadt. Hier habe ich auch das erste Mal kolumbianische Pesos in der Hand gehabt, ca. 2000 Pesos sind 1 $. Gerade in den touristischen Orten werden neben Pesos auch Dollar akzeptiert.


Hier in Santa Marta habe ich nach langem Suchen Tee von Kokain-blättern gefunden. Der Tee soll Kraft geben, na wer hätte das gedacht?

Den gab es auch nur in der Apotheke, aber auch wieder nicht in jeder, deswegen war es so schwer das Zeug zu finden.

Am Strand habe ich dann auch mein erstes kolumbianisches Bier getrunken. Es hat 2000 Pesos gekostet, war schön kühl und ich war am Strand, ja, das ist die Karibik. :D


Zurück, zu dem Leben auf dem Deck. Jeder hat eine Chipkarte, mit der man in seine Kabine kommt und bezahlen kann. Man muss nur die Karte reichen und dann wird schön abgebucht, eine Unterschrift reicht und den Betrag von der Karte kann man dann später in bar bezahlen.


Auf dem Dampfer ist eigentlich immer was los. Hier und da spielt etwas Live-Musik, Animateure animieren zum Tanzen oder Spielen oder der Pool auf dem Sonnendeck zieht einen an.

Man kann sich auch je nach Belieben und Geldbeutel professionell Fotografieren lassen.

Abends findet immer eine Show im Theater statt. Ich bin jedes mal beeindruckt, zum Beispiel gestern war eine Flamenco Gruppe da und die Show war echt der Hammer, sie haben live gespielt und arabische Musik mit Flamenco Rhythmen gemischt. Fotos machen war verboten, aber es gibt dann doch immer irgendwelche Idioten die es nicht lassen können, wie das Fotoalbum zeigt.


Das war es erst mal für das Erste.


Tag 3:


Da waren wir in Aruba, eine Insel, welche geografisch in Venezuela liegt, aber politisch zu Holland gehört. Sie hat eine eigene Sprache (Mix aus Spanisch, Englisch und Holländisch), eigene Währung und die Uhr geht eine Stunde vor. Die Insel lebt vom Tourismus. Es gibt super schöne Strände, super exklusive Luxushotels und Haufenweise Ausländer.


Das Wasser und die Strände sind echt großartig, weißer Sand und klares, blaues Wasser. Guckt euch die Fotos an, mehr kann ich nicht sagen.


Am Abend habe ich wie jeden Abend eine super Show im Theater genossen. Jetzt ist es so, dass wenn ich spanisch höre, es mich nicht mehr so anstrengt wie noch vor ein paar Monaten. Ich verstehe noch immer nicht alles und schon gar nicht bei den ganzen Akzenten, aber ich bin nach einer einstündigen Show, die nun mal auf Spanisch war nicht müde. Vor der Show habe ich mich in das Haus eigene Casino begeben und war mir nicht ganz sicher ob ich zocken soll, oder nicht?


Mit 10 $ habe ich dann angefangen und dachte mir, entweder ist es weg und ich lasse es gut sein oder ich gewinne und höre dann auf, bevor ich alles wieder verspielt habe. Blöd nur, dass fast überall der mindest- Einsatz 3 $ war, d.h., dass ich max. Versuche habe. Aber gut, ich wusste wie man Blackjack spielt und habe mich dann an einem Tisch nieder gelassen. Die Frau, die die Karten gegeben hat, war aus Peru und sehr nett.

Es ging los und ich habe doch glatt ein paar mal gewonnen, dann hat sie angefangen sich mit mir zu unterhalten und ich habe relativ oft verloren, ich war dann ein paar mal nur noch bei drei Dollar, habe dann aber immer wieder gewonnen. Zwischen durch hat dann auch der Kartengeber gewechselt und dann hat noch ein Kolumbianer mitgespielt.

Er ist gleich mit 64 $ eingestiegen und hat auch mehr gesetzt als ich. Ich meinte nur, dass ich mit kleinem Einsatz spiele und dann auch nicht viel verlieren kann. Am Ende habe ich 26 $ gewonnen und dann ging auch die Show im Theater los, also war es ein guter Moment um auf zu hören.


Das Spielen im Casino hat was komisches wie ich finde, weil man den Bezug zum Geld verliert. Ich habe mit kleinen Einsätzen gespielt, aber beim Blackjack kannst du innerhalb von einer Minute ca. zwei bis drei Runden spielen und das sind dann 6- 9 $ die man evtl. in einer Minute verloren oder gewonnen hat. Für 6,5 € habe ich die Stunde gearbeitet. Das steht dann in keiner Relation.


Am vierten Tag waren wir auf einer anderen Insel. Sie heißt Curacau und ist auch in holländischer Hand. Hier gibt es wiederum eine andere Währung und die Sprache setzt sich hier aus Spanisch, Französisch, Englisch, Holländisch und Portugiesisch zusammen. Curacau gefällt mir bis jetzt am Besten, die Insel hatte was an sich, was mir gut gefallen hat. Vielleicht waren es die vielen Häuser im europäischen Stil, die mir gefallen haben und das Gefühl gaben zu Hause zu in Deutschland zu sein, bei 32 ° C, Palmen und Karibik-Küste...


Von der Insel habe ich auch ein paar schöne Fotos gemacht, die Bilder sind beschriftet und sagen mehr aus als das, was ich schreiben kann...


Mal sehen, wie die heutige Nacht im Casino aus geht


Und da bin ich wieder, die Nacht im Casino ist verdammt schlecht gelaufen, hab alles wieder verspielt. Das war dann wohl der „Glücksspiel-Kurs“ der irgendwann mal kommen musste. Man denkt dann immer, och hätte ich doch nicht angefangen den Einsatz auf 10 Dollar zu erhöhen, dann wäre ich mit xyz nach hause gegangen... Ich war dann echt so gut dabei, das ich mit 10 die Runde gespielt habe, wenn man überlegt, dass ich am ersten Tag mit gerade mal 10 Dollar ins Casino gekommen bin. Egal, das Ausmaß an Verlusten ist noch locker zu verkraften, ich darf nur nicht drüber nach denken, dass ich auch mit 50 $ hätte nach hause gehen können.


Nun dann, genug geschwafelt, auf zur letzten Station auf meiner Reise in durch die Karibik. Wir haben im Harfen von „Bonaire“ angelegt. Mit dieser Insel verhält es sich genau wie mit den anderen, Uhrzeit eine Stunde vor, Mix aus 4-5 Sprachen, andere Währung, aber keine Euros und Tourismus so weit das Auge reicht.

Wir sind mit dem Taxi zu einem echt schönen Strand gedüst. Es war perfektes Wetter zum Wind-surfen. Ane und meine Gastschwester haben sich ein Brett und ein Segel aus geliehen, sich eine ca. 2 minütige Einweisung geben lassen und dann ging es los, ähhm oder auch nicht. Die Damen haben dann festgestellt, dass es doch etwas schwerer war als es aussah.

Da ich ca. vor 5 Jahren mal so einen Kurz gemacht habe, konnte ich helfen, aber bei so einem Sport braucht man einfach viel Übung. Am Ende konnte ich dann ein bissl gratis rum segeln, hat echt Spaß gemacht, war aber für 35 $ die Stunde etwas zu teuer für meine Verhältnisse. Auch egal, die Mädels haben noch ein wenig rumgepost, Fotos gemacht und dann waren sie zufrieden.


Am Samstag sind wir zurück nach Panama geschippert, das bedeutet mehr als 24 Stunden auf dem Schiff. War gar nicht so schlimm, da das Angebot an Aktivitäten sehr groß war. Ich habe ein wenig Schlaf nach geholt und die Seele baumeln lassen.


Abschließend kann ich sagen, dass ich die acht Tage echt genossen habe. Das sehr gute Essen, die vielen Angebote an Board, viele nette Menschen aus der ganzen Welt, viel Sonne, Meer und Spaß.

Leider lernt man die Länder die man bereist nicht wirklich kennen. Man wird zwar durch ein paar Städte geschliffen, sieht viel,hört viel aber lernt nichts dabei. Von der Armut in Kolumbien und Venezuela habe ich ich quasi nichts mit bekommen. Eine Kreuzfahrt ist was schönes, aber nicht um Länder oder Kulturen kennen zu lernen.

Deshalb bin ich froh, dass ich diesen Monat noch nach Costa Rica reisen kann um ein anderes Latino-Volk kennen zu lernen. Auf dem Schiff habe ich kulturell mehr mitbekommen als auf dem Land, da man im Whirlpool, Bar, Restaurant oder auf der Suche nach einem schönen sonnigen Plätzchen Leute trifft und sich unterhält. Die Ticos (Costa-Ricaner) sind besonders aufgefallen, bei Show in denen es um Publikumsbeteiligung ging. Für hübsche Frauen haben die Kolumbianer gesorgt, mit ca. 850 Personen aus Kolumbien haben sie die Mehrheit gebildet.

800 Angestellte haben sich und 2500 Passagiere versorgt. Im Vergleich ein relativ kleines Schiff, aber immer noch beeindruckend.


In Panama an gekommen, ging auch gleich wieder das alltägliche Leben los, warten, Hitze, Stau und am nächsten Morgen kommt kein Wasser aus der Dusche, na geil! Da kommt man gerade von einer Reise, wo es im Bad fließend warmes Wasser gab und dann kommt nicht mal kaltes Wasser aus der Dusche bei uns zu hause.


Es gibt noch so viel, was ich erzählen möchte, aber irgendwann ist auch mal Schluss, Klappe zu, Affe tot!



Liebe Grüße vom Braungebrannten :D



Fotos:

https://picasaweb.google.com/paul21291/CRUCERO?authkey=Gv1sRgCNye2-6806zegwE#

5.4.11 17:49


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